Rezension: Glatz
- Kai
- 1. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Mit diesem Buch des polnischen Autors Tomasz Duszynski (in der soliden Übersetzung von Markus Schnabel) habe ich mich ehrlich gesagt über lange Strecken schwer getan, obwohl es dem Autor durchaus gelang, die Spannung von Anfang bis Ende zu halten.
Lag es daran, dass kaum eine der Figuren sympathisch war? (Nur Wachtmeister Koschella wuchs mir zunehmend ans Herz.) Oder an den völlig unnötigen Sex-Szenen, die rein gar nichts zur Handlung beitrugen? (Und jedesmal, wenn Polizeiassistent Roth “erregt” war, und das kam recht oft vor, konnte ich nur den Mund verziehen. Aber möglicherweise liegt das an mir und vielleicht sollte ich einfach nur Cozy Crime lesen.)
Jedenfalls: Warum Hauptmann Klein, der Hauptermittler, nun so genial sein sollte und weshalb gerade er nach Glatz geschickt wurde, hat sich mir bis zum Ende nicht erschlossen. Auch bin ich mir nicht sicher, ob das Motiv des Drahtziehers der Morde wirklich stark genug war.
Nichtsdestotrotz: Der Plot und insbesondere der Handlungsort waren interessant und deshalb habe ich bis zum Ende durchgehalten. Auch wurden die Schrecken des Krieges und was für Deutschland gewöhnlich dabei herauskommt, sehr gut dargestellt, und darauf kann man derzeit angesichts der Rufe vieler Politiker nach "Kriegstüchtigkeit" gar nicht oft genug hinweisen.
Unterm Strich bleibt das Gefühl, dass dieser Krimi nicht hundertprozentig das Richtige für mich war. Ob ich die Fortsetzung lesen werde, weiß ich noch nicht, aber ganz ausschließen möchte ich es nicht.
P.S. Der Buchumschlag ist genial. Er hat seine Wirkung bei mir nicht verfehlt und war der Auslöser, warum ich dieses Buch gekauft habe. Auch die Karten im Buch waren angesichts dessen, dass die Tatorte eine eigene Symbolik entwickelten, sehr hilfreich.

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